Aderlass

Aderlass in der Geschichte

Der Aderlass ist eine uralte Behandlungsmethode, die leider in Verruf geraten war, denn Sie wurde zwischenzeitlich unsinnig eingesetzt. Aber große Heilkundige und Ärzte wollten ohne ihn keinesfalls behandeln, wie z.B. Hufeland.

Ein weiterer Verfechter dieser Methode war Bernhard Aschner, der mit seinem Lebenswerk "Lehrbuch der Konstitutionstherapie" viele alte Heilmethoden wie Blutegel, Schröpfen, Baunscheidtieren, Aderlass, Kantharidenpflaster, Brechmittel und Purgieren nach unten (=Abführmittel) etc. aus der Vergessenheit in die ärztliche Praxis zurückgeholt hat.

Die Volksmedizin hat von jeher diese einfachen, billigen und oft erstaunlich wirksamen Methoden nie vergessen.

Wozu also Aderlass heute, in der modernen Zeit?

Aderlass in der Gegenwart

In der modernen Medizin wird der Aderlass eigentlich nur noch bei Polyglobulie (zu viel Erythrozyten) oder Polyzythämia vera (zu viele rote, weiße Blutzellen und zu viele Thrombozyten) und bei der Eisenspeicherkrankheit eingesetzt.

Damit vergißt die moderne Medizin jedoch alle alten Indikationen dieser Methode, der nach Aschner entzündungshemmend, blutverdünnend, entgiftend, zerteilend, krampf- und schmerzstillend wirkt. Damit kann man sich ungefähr vorstellen, warum der Aderlass bei sehr vielen unterschiedlichen Krankheitsbildern angewendet werden kann, wenn Ausschlusskriterien wie Blutarmut, Schwäche, bestimmte Medikamente u.s.w. beachtet werden.

In jüngster Vergangenheit beschäftigte sich Professor Michalsen der naturheilkundlichen Abteilung der Charité mit dem Nutzen des Aderlasses bei Bluthochdruck und kam zu dem Ergebnis, dass sich durch regelmäßig Aderlässe und Veränderung der Lebensführung (Ernährung, Bewegung, Genussgifte) positive und grundlegende Verbesserungen des Blutdruckes erreichen lassen.

Sehen Sie dazu auch folgendes Video, das die Erfahrungen in der Charité mit Aderlässen dokumentiert und die Wirkungsweise von Aderlässen im Körper näher erläutert.

 

Über weitere Anwendungsmöglichkleiten des Aderlasses und die Einbindung in eine individuelle Therapie kläre ich Sie gern in meiner Praxis auf.